Ausbildung/
Weiterbildung
Erkenntnis zur Gartentherapie
Früh erkannten Heiler und Gelehrte auch den therapeutischen Zweck des Arbeitens im Garten. Buddhistische und christliche Mönche benutzen die sich oft wiederholenden Bewegungen der Gartenarbeit als Meditation.
In den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts begannen amerikanische Forscher, sich wissenschaftlich mit dem Garten als therapeutischem Medium zu befassen. Es wurde bei Patienten mit unterschiedlichsten körperlichen und seelischen Erkrankungen eine spürbar heilende Wirkung auf Körper, Geist und Seele beobachtet. Basierend auf diesen Erkenntnissen entwickelte sich bis heute das interdisziplinär orientierte Berufsbild des Gartentherapeuten*innen. Es vereint die Fertigkeiten vom Gartenbau mit dem Wissen von Psychologie, Pädagogik, Soziologie und Therapie.
Ein wichtiger Teil der gartentherapeutischen Tätigkeit ist die Arbeit mit Kindern.
Gerade hier wirken sich die komplexen Bewegungsabläufe und das Zusammenspiel von Muskeln und Sinnen positiv auf die Kleinen aus. Kinder trainieren spielerisch die Sinne, Muskulatur, und das Gehirn. Viele behinderte Kinder haben nur eingeschränkte Möglichkeiten, sich in Bewegung und Spiel zu erproben. Gartentherapeuten*innen fördern hier behutsam und spielerisch in barrierefreien Gärten die Entfaltung von Entwicklungschancen.
In einer älter werdenden Gesellschaft treten häufiger Demenzerkrankungen auf. Auch bei diesem Krankheitsbild lässt sich die Gartentherapie vorteilhaft einsetzen. Durch die Bewegung im Garten, durch Gerüche, Bilder und Farben werden die Patienten aktiviert. Besonders positiv wirkt sich die Gartentherapie auf die kognitiven und motorischen Fähigkeiten und Prozesse der Kranken aus.